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Kloster Neu-Jerusalem | Russland
Auferstehungs-Patriarchenkloster Neu Jerusalem am Fluss Istra hat 1656 Patriarch Nikon gegründet. Das Kloster sollte das Zentrum der orthodoxen Welt und das Ebenbild des wirklichen Jerusalems werden. Der Fluss Istra im Bereich des Dorfes Woskressenskoje bekam die Bezeichnung Jordan, die Hügel wurden Sion und Tabor genannt, der Garten hieß jetzt Gefsimani, einige Gebäude wurden so gebaut, dass sie die Umrisse der palästinischen Gebäude wiederholten.
Bald nach dem Bauanfang fiel Patriarch Nikon in Ungnade bei dem Zaren Alexej Michailovitsch und zog aus Moskau ins Kloster um, aber er sollte nach 8 Jahren ins Exil gehen. Nach seinem Tod wurde der Bau des Komplexes fortgesetzt. Zu verschiedenen Zeiten arbeiteten hier bekannte Baumeister J.G.Buchvostov, V.V.Rastrelli, K.A. Ton. Im XVII. Jahrhundert entstand auf dem Territorium des Klosters eine große Bibliothek mit den Manuskripten der antiken und frühchristlichen Autoren, bildete sich Musik-Dichterschule der geistlichen Lieder. Seit XIX. Jahrhundert ist das Kloster ein beliebtes Ziel der Wallfahrt.
In der Sowjetzeit diente das Kloster als Heimatkundemuseum. Viele seine Gebäude litten stark während des Zweiten Weltkrieges. Im Jahre 1995 wurde das Kloster an den Moskauer Patriarchat restituiert. Die Restaurierung des Neu-Jerusalemer Auferstehungs-Patriarchenmännerklosters soll im Jahre 2015 zu Ende sein.
Das architektonische Ensemble des Klosters beinhaltet die Auferstehungskathedrale, Nikons Wohnstätte, die Kirche der heiligen Dreifaltigkeit, die Kirche oberhalb des Tors, das Krankenzimmer und die Speisesäle, den Palast der Zarentochter Tatiana Michailovna, die Steinmauer des Klosters und die Schmiedewerkstätten.










